GSM Mobilfunkstandard

Die Entwicklung des Mobilfunkstandards GSM geht auf ein Standardisierungsgremium zurück, das die europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen im Jahr 1982 unter der Bezeichnung Groupe Special Mobile gründeten.
Der GSM-Standard spezifiziert zellulare Mobilfunksysteme mit digitaler Vermittlungs- und Übertragungstechnik für Sprache und Daten (bis 9.600 bit/s je Kanal und höher). GSM-Systeme bieten umfangreiche zusätzliche Leistungsmerkmale an. Dazu gehören beispielsweise Anklopfen, Makeln und Dreierkonferenzen. Des weiteren können bis zu 160 Zeichen lange Kurznachrichten übertragen werden, die im Display des Empfängers als Text erscheinen (Kurznachrichtendienst, SMS = Short Message Service).

Mit dem Aufbau der ersten GSM-Netze wurde ab 1990 in einigen europäischen Ländern begonnen. Bis Mitte 1999 waren weltweit in mehr als 130 Ländern bereits über 300 GSM-Netze installiert. In Deutschland begannen die Unternehmen T-Mobil (D1-Netz) und Mannesmann Mobilfunk (D2-Netz) 1992 mit der kommerziellen Vermarktung der D-Mobilfunknetze, die beide auf dem GSM-Standard basieren.

Preiswerte mobile Endgeräte
Der Buchstabe "D" setzt die bisherige Namensgebung für die deutschen Mobilfunknetze (A-, B- und C-Netz) fort. Mit der Einführung der D-Netze standen erstmals preiswerte mobile Endgeräte zur Verfügung, die sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise auch für einen Einsatz außerhalb von Fahrzeugen eigneten. Diese mobilen Endgeräte ermöglichten den Wandel vom "Autotelefonnetz" zum mobilen Telefonieren wie es heute weltweit selbstverständlich ist.